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Alex Tutschek gewinnt Berliner Meisterschaft
Montag, 03. Mai 2010
Alexander Tutschek hat überraschend die Berliner Meisterschaften gewonnen und damit Vorjahrssieger Christian Gabriel abgelöst.

Der Sieg im Finale gegen Mario Burot vom Berliner Snooker Verein war dabei hoch verdient, denn Alex zeigt im ganzen Turnierverlauf Breakbuilding vom Feinsten und konnte sich am Schluss dann auch in den taktischen Schlagabtäuschen verbessern. 


 

In der Gruppenphase war Alex mit seinem Spiel nur teilweise zufrieden gewesen. Zwar zeigte er hohe Breaks am Stück, verlor aber immer wieder auch Frames und musste, nach einer knappen Niederlage gegen Charly Gaede, noch ums Viertelfinale zittern.

Dagegen schienen die Favoriten zunächst ihren Erwartungen gerecht zu werden; Christian Gabriel gewann alle seine Spiele ungefährdet und Mario Burot, seines Zeichens Top-Spieler der 2. Bundesliga und mehrfacher Berliner Meister, setzte sich in der "Hammer-Gruppe" gegen André Rusche, Pawel Leyk und Dominik Rohde sicher durch. 

Marius Wiese kam in der selben Gruppe mit Christian nur dank der Schützenhilfe von Thomas Schleske weiter. Lukas Brunner dagegen setzte sich überraschend sicher als Gruppenzweiter hinter Thomas Weidner vom BSV durch. André Rusche und Charly Gaede komplettierten das Viertelfinale.

Hier kam es dann zum vereinsinternen Duell zwischen dem Titelverteidiger und seinem Nachfolger - was natürlich noch keiner ahnte. Christian konnte nicht an seine Form des Vorjahres anknüpfen - doch die hätte er gegen den grandios aufspielenden Alex Tutschek benötigt. Alex konnte seine Chancen immer ein Stück konsequenter nutzen und gewann 3:1.
Chancenlos war Thomas Weidner gegen André Rusche, dessen Form immer weiter bergauf zeigt. 3:0 wurde der BSVler abgefertigt. Mario Burot konnte sich gegen Marius Wiese durchsetzen, der an diesem Wochenende nie richtig ins Rollen kam. Dagegen bewies Lukas Brunner gute Form und vor allem Kämpferherz, als er den einzigen Pooler im Feld, Zweit-Liga-Spieler Charly Gaede, mit 3:2 niederkämpfte.
Im Halbfinale war dann Mario eine Nummer zu groß für Lukas - trotzdem war das Turnier ein toller Erfolg für ihn. Beim Spiel André gegen Alex hatten die meisten auf ein enges Spiel getippt, denn Bundesligastammspieler Rusche hatte sich in letzter Zeit fast immer auf sein Spiel verlassen können. Doch an diesem Abend war Alex einfach zu stark. beim 3:0 schoss er auch sein zweites Half-Century mit einer 53 und zog ungefährdet ins Finale ein.
Dennoch hätten auch im Finale wohl die meisten auf Mario Burot getippt. Der hatte nicht nur bereits eine 59 geschossen, sondern ist auch als glänzender Taktiker bekannt. Immerhin hat er in der zweiten Bundesliga eine Gewinnquote von 90%!
 
Duell der ehemaligen Vereinskameraden
 
Zu den Zeiten, als Alex noch beim BSV war, hat er oft Bundesligapartien von Mario Burot als Schiedsrichter betreut und kennt dessen Spiel natürlich genau. Vielleicht half ihm das im Finale, sich auf den Rhythmus des Routiniers einzustellen und die taktischen Schlagabtäusche mitzugehen. Jedenfalls wartete er geduldig auf seine Chancen und gewann überraschend klar mit 3:1. Zu höheren Breaks kam es dabei nicht mehr, dafür machte Alex einen weiteren großen Schritt in die Richtung, zu einem kompletten Spieler zu werden.
Der entthonte Titelverteidiger, Christian Gabriel, zeigte sich trotz seines frühen Ausscheidens am Ende hochzufrieden. "Ein Niveau, wie Alex es gespielt hat, sieht man in Berlin selten", lobte er. Zufrieden machte ihn natürlich auch, dass der prestigeträchtigste Berliner Meistertitel beim SCB blieb und damit ein Abschluss nach Maß in einer sowieso schon sehr erfolgreichen Saison gelang.
 
Die Berliner Meistertitel von U16, U21, Senioren, Herren und Mannschaft gewann dieses Jahr der SCB. Hinzu kommen Silber bei den Damen und bei den U19. Der Verein hat also demnächst so einiges zu feiern...

 
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