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Pool: Kampf, Sieg, Aufstieg
Sonntag, 06. Juni 2010

Spannender kann Kreisliga kaum sein: Durch eine Steigerung im zweiten Abschnitt konnte sich die Pool-Mannschaft im letzten Spiel gegen Mitkonkurrent Wedding 2 die Kreismeisterschaft und den Aufstieg sichern. Die Weddinger erwiesen sich dabei als die erwartet starken, dabei ausgesprochen fairen Gegner.

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Das 14.1 von Robin gegen Weddings Top-Spieler, Mario Wolff, begann mit einer Kuriosität: Als Mario das Dreieck von der Lampe nahm, krachte diese auf den Tisch herunter und hinterließ ein Meer von Scherben auf dem Tuch. Leider erwies sich der Ersatztisch als so schief, dass Robin beim Ausspielen um den Anstoß die Weiße drei Ballbreiten ablief und ins Loch trudelte. Seine Niederlage konnte Robin aber nicht auf den Tisch schieben; er fand keine Einstellung zum taktischen Spiel Marios, der seine Führung durch konsequentes Safety-Spiel verteidigte und davon profitierte, dass Robin bei seinen wenigen Chancen immer wieder unnötige Fehler unterliefen.

Wedding hatte seine beste Mannschaft aufgeboten und auch Enlen Doce wieder aufgestellt, der bisher ohne Niederlage war. Er schoss gleich das erste 8-Ball gegen Alex aus, in den nächsten beiden Partien genügte ihm jeweils ein Fehler unseres Berliner Snookermeisters. Besser machten es Christian und Marius Wiese. Sie gewannen ihre Spiele jeweils zu Null gegen Marcel LèPlat und Andreas Friedrich.

Für den zweiten Durchgang überraschten die Weddinger mit einer taktischen Variante. Sie stellten ihren Schwächsten gegen Christian im 14.1 auf und hofften durch dieses "Bauernopfer", die von ihnen noch benötigten zwei Punkte in den anderen drei Partien zu erreichen. Denn ein Unentschieden hätte Wedding gereicht!

Ein kluger Schachzug, der jedoch gleich zu Anfang durch Marius Wiese durchkreuzt wurde, der gegen Doce im 10-Ball bärenstark auftrumpfte. Zwar verschoss er im ersten Spiel noch eine leichte Sieben, dominierte dann aber mit sicherem Potten und eiskalter Chancenverwertung. Auch wenn die eine oder andere Stellung nicht ganz wie geplant lief, war der Sieg mit 4:1 am Ende absolut verdient.

Nachdem Christian wie erwartet im 14.1 haushoch gewonnen hatte, hatte Alex gegen Routinier LèPlat im 9-Ball schon die Chance, den Sieg zu sichern. Als er durch teilweise überragendes Potten schnell mit 4:0 in Führung ging, sah alles nach einer klaren Sache aus...

Währenddessen begann die Revanche Von Robin gegen Mario im 8-Ball. Gleich zu Anfang konnte Robin eine nicht ganz konsequente Safety Marios ausnutzen und ausschießen. Damit setzte er schon die Zeichen für dieses Spiel, denn er sollte keinen einzigen Ball mehr verschießen...

Beim Stand von 2:0 allerdings verstellte er sich auf die Acht und versuchte den schwierigen Ball ins Mittelloch, obwohl er ahnte, dass die Weiße eventuell mitfallen konnte. Das tat sie dann auch und es stand unnötigerweise nur noch 2:1...

Am Nebentisch schlichen sich bei Alex trotz hoher Führung einige Leichtsinnsfehler ein, die Marcel geschickt nutzen konnte. Plötzlich stand es 4:4! Und das just in dem Moment, da Robin Mario durch die gefallene Weiße wieder ins Spiel gebracht hatte. Plötzlich standen beide Partien wieder auf Messers Schneide, was den Mannschaftskapitänen Christian und Sebastian bange Minuten bescherte. Im Decider konnte Alex die Initiative an sich reißen, als er auf die Sechs eine Safety spielte, nach der Marcel die Kugel nur ganz dünn treffen konnte. Er versuchte es, verfehlte und beging Foul. Diese Chance ließ sich Alex dann nicht mehr entgehen.

Die Erleichterung schlug Wellen bis zum Nebentisch, wo Robin beim Anstoß eine Halbe gefallen war. Er löste das einzige auf dem Tisch verbliebene Problem und versenkte die letzte Halbe mit einem spektakulären Ein-Bänder, den er durch einen sehr engen Korridor schicken musste. 

Das daraus resultierende 6:2 war natürlich klarer, als es der Spielverlauf ausdrückte. Die Nerven hielten bei den SCBlern in den entscheidenden Momenten. Die Weddinger blieben trotz der engen Partien sehr fair; sowohl Doce als auch Wolff gaben in teilweise entscheidenden Momenten Fouls zu, die keiner gesehen hätte. 

Der Sieg in der Kreisliga ist am Ende verdient, denn gegen die beiden Mitkonkurrenten Templin und Wedding hatte der SCB am Ende jeweils die bessere Bilanz. Eine schwierige Phase mit einigen Punktverlusten gegen vermeindlich schwächere Gegner wurde überwunden und am Ende alle Chancen konsequent genutzt.

Jetzt freuen wir uns auf die Bezirksliga, bei der es am Ende wiederum eigentlich nur ein Ziel geben kann: Aufstieg! 

 
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