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SCBler schlagen sich gut bei DM
Sonntag, 31. Oktober 2010

Der zweite Platz von Sascha Lippe bei den Herren war das herausragende Ergebnis bei der Snooker-DM in Bad Wildungen. Sascha hatte im Viertelfinale Mannschaftskamerad Christian Gabriel knapp ausgeschaltet. Aber auch die anderen Teilnehmer zeigten phasenweise gutes Snooker.

 

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Den Anfang hatte am Freitag vor einer Woche Thomas Schleske gemacht. Er schlug Torsten Mudrich vom BSV ziemlich sicher mit 2:0. Thomas hatte wahrscheinlich die leichteste Gruppe im Feld erwischt und konnte sich auch in den weiteren Matches schadlos halten. Als Gruppenerster hatte er eine gute Ausgangsposition fürs Achtelfinale.

Robin traf dagegen mit Phil Barnes gleich auf einen der Top-Favoriten. Der extrem offensiv und schnell spielende Wuppertaler ließ im ersten Frame ein paar Chancen liegen. Pech für Robin, dass ihm bei 24 Punkten die Weiße ein Stück zu weit rollte. Im zweiten Frame machte Phil aus der ersten Chance 62, und Robin durfte erstmal den Rest des Tages zuschauen.

Am Samstag konnte Robin dann gegen Malte Schuchtert und  Bülent Irmak zwei Pflichtsiege einfahren. Beide Siege waren aber knapp, der gegen Irmak sogar auf die letzte Schwarze mit nur einem Punkt Vorsprung.

Leider verzögerten sich and diesem Tag alle Spiele extrem, unter anderem, weil einige Spieler sehr defensiv bei schwachem Niveau agierten. Die Achtelfinals mussten aber am Abend noch gespielt werden, wobei sowohl Thomas als auch Robin das Pech hatten, die späteren Matches spielen zu müssen.

So ging es erst weit nach 21h an die Tische. An hohes Niveau - zumal man laut Reglement fast keine Einspielzeit hatte - war da nicht zu denken. Thomas hatte mit Thomas Höltschl zwar einen deutschen Ex-Meister erwischt, war aber zuversichtlich, ihn schlagen zu können. Das klappte jedoch nicht. Kopfschüttelnd schraubte Thomas nach dem 0:3 sein Queue auseinander

Robin musste gegen den sehr spielstarken Mitch Poissenet ran, der allerdings dafür bekannt ist, starke Niveauschwankungen zu haben. Frame eins konnte Robin ihn weitgehend vom Tisch halten und ging in Führung. Dann aber sackte die Konzentration ab, während Mitch immer besser traf und selten gute Einsteiger liegen ließ. Somit waren beide SCB-"Senioren" im Achtelfinale ausgeschieden.

Das ewige Duell: Christian gegen Sascha 

Bei den Herren war der SCB mit Alex Tutschek, Christian Gabriel und Sascha Lippe mit drei Teilnehmern angetreten. Bei Alex lief aber nicht viel zusammen; obwohl er keine unschlagbaren Gegner in der Gruppe dabei hatte, gewann er lediglich einen Frame. Selbst als er mal eine 46 spielte, reichte es nicht zum Framegewinn.

Besser machte es Christian. Zwar hatte er zu kämpfen und gewann drei von vier Spielen knapp, mehrfach auch nach Rückstand. Doch stets konnte er seine taktischen Fähigkeiten einsetzen, so auch gegen den starken Fabian Grube, der allerdings mindestens einen Frame durch schwere taktische Fehler weggab. Christians Höchstbreak in der Vorrunde: 66 gegen Jörg Huster.

Klarer ging es bei Sascha Lippe zu, der nur gegen Olaf Thode zu kämpfen hatte; mit einer 93 spielte er auch das High-Break bei den Herren überhaupt (Bei den Senioren hatte der spätere Sieger Miro Popovic für das einzige Century der Meisterschaft überhaupt gesorgt.)

Im Achtelfinale mussten Christian und Sascha hart kämpfen; Sascha kam gar aus einem 0:2 Rückstand wieder ins Match und auch Christian musste in den Decider gegen Florian Werres.

Dann kam es - wie so oft in den Jahren zuvor - zum direkten Duell der Mannschaftskameraden. Beide spielten nicht in Höchstform, und vor allem Christian vergab oft Chancen aus eigentlich recht klaren Positionen. Dennoch kämpfte er sich in den Decider, wo er letztendlich jedoch recht klar den Kürzeren zog. Bei besserer Chancenausnutzung wäre an diesem Tag gegen den Top-Favorit sicher mehr drin gewesen!

Im Halbfinale musste Sascha Lippe gegen einen gut aufgelegten Jacek Stacha antreten. Der erfahrene Ex-SCBler, der jetzt für Essen spielt, ist ein taktischer Fuchs, der in wichtigen Situationen stets gut potten kann. Er zwang Sascha erneut über die volle Distanz, es war sein drittes 3:2 in Folge!

Am Ende wieder ein Wuppertaler 

Dennoch war Sascha im Finale gegen Stefan Kasper leichter Favorit, hatte er doch in den Jahren zuvor stets vor dem mehrfachen deutschen Jugendmeister aus Wuppertal gelegen. Stefan ist ein starker Potter, mit enorm druckvoller cue action; er kann die Weiße aus jeder Situation über den ganzen Tisch zurückziehen. Stefan ging in einem engen ersten Frame mit kleinen Breaks in Führung, ehe Sascha für ein kleines Glanzlicht im Finale sorgte: aus einem ziemlich wilden Bild zauberte er ein brillantes und frameentscheidendes 72er Break.

Die Vorentscheidung fiel vielleicht im dritten Frame: Sascha ging mit Vorsprung ins Endspiel auf die Farben und hatte schon die Chance auf den Frameball. Bei einem eigentlich leicht zu spielenden Escape, als er auf grün gesnookert war, fiel ihm die Weiße in die Ecktasche. Stefan konnte nervenstark den Tisch abräumen und ging wieder in Führung.

Danach lief bei Sascha nicht mehr viel zusammen. Zu unsicher war sein Lochspiel, während Stefan sein konstantes Spiel, das er während des ganzen Turniers gezeigt hatte, durchzog. 4:1 hieß es am Ende höher als erwartet, Sascha gratulierte am Ende herzlich einem verdienten Sieger, von dem man sich in Zukunft leistungsmäßig sogar noch mehr erhoffen kann. Vielleicht gibt Stefan dieser Sieg die Motivation, noch eine Schippe draufzulegen, und auch im europäischen Vergleich eine gute Rolle zu spielen. 

 
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