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2. Bu-Liga: Auswärtswochenende mit Hindernissen
Montag, 06. Dezember 2010

Nur einen Punkt holte SCB 2 in Viersen und Wuppertal. Dennoch ging man erhobenen Hauptes aus dem Wochenende, denn angesichts widriger Umstände schlug sich die Mannschaft nicht schlecht.

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Unnötiger Punktverlust bei BG Viersen

Starke Schneefälle, eisige Temperaturen und eine wenig ermutigende Wettervorhersage machten Mannschaftskapitän Robin Rudolph einige Sorgen. Pawel Leyk ging mit verstauchtem Finger an den Start, während Marius Wiese eine beginnende Erkältung plagte.

Kühl wie das Wetter war auch die Begrüßung durch die BG Viersen, dem ersten Gegner. Schiedsrichter waren Fehlanzeige, schwerer wog allerdings, dass man zwar den Verzehr im Club untersagte (obwohl der Laden noch gar nicht offen war), man aber außer Süßkram nichts zu essen anbot. Als auch noch der erste Gegner von Robin diesem "Ärger" androhte, weil ihm nicht passte, wie Robin sich im Raum postierte, war klar, dass man mit dieser Mannschaft keine enge Freundschaft aufbauen würde. Zu vermelden von diesem sehr unangenehmen Auswärtserlebnis ist nur noch, dass Pawel eine 64 schoss und Robin im entscheidenden Spiel noch vor dem Anstoß die Pomeranze flöten ging, was der Mannschaft höchstwahrscheinlich den Sieg kostete. Mit Hausqueue verlor er äußerst unnötig 2:3.

In einsetzendem Schneetreiben machte man sich auf zur Spielstätte des BBF Wuppertal, in der Hoffnung, dort Ersatz für Robins Pomeranze zu finden. Dort traf man auf den freundlichen und hilfsbereiten Axel Heger, der Robins Queue in Obhut nahm und Hilfe versprach.

Wuppertal mit besserer Tagesform

Als man am nächsten Morgen zum Frühstück kam, musste man feststellen, dass Robins Auto komplett eingeschneit war und an ein Wegfahren so nicht zu denken war. Wenig gentlemanlike musste man der Wirtin das Freischaufeln überlassen, Frühstücken, Packen und Vorbereitung aufs Spiel hatten Vorrang.

Die Fahrt zum Club glich dann einem Trip durch einen malerischen Wintersportort. Der Empfang in Wuppertal war dann aber ein warmer, der Club präsentierte sich als Top-Gastgeber, das Matrial war hervorragend und alle Spieler bestachen durch absolut korrekte sportliche Umgangsformen.

Als vorgezogene Nikolausbescherung hatte Robins Queue eine neue Pomeranze bekommen, bevor er sich an die jedoch gewöhnt hatte, hatte er aber bereits 0:3 gegen den unkonventionell spielenden Pooler André Obst verloren. Ebenfalls klar verlor Marius Wiese gegen den U 19-Meister Benedikt Grießdorn und Lukas Brunner gegen die deutsche Meisterin Diana Stateczny während Pawel Benes Zwillingsbruder Christopher mit 3:2 niederkämpfen konnte. Etwas Hoffnung keimte auf, als Robin nach 0:1 Rückstand gegen Diana seinen Kampfeswillen wieder entdeckte und mit etwas Glück und teilweise zurückkehrenden Potting-Qualitäten 3:1 gewinnen konnte. Lukas versuchte mit dem unkonventionellen Spiel von André Obst klarzukommen und kämpfte sich immer wieder heran. Als André im Endspiel auf die Farben dann aber eine völlig unrealitische Blaue versenkte (über den ganzen Tisch an der Bande und das auch noch mit erhöhter Bockhand) musste er konsterniert seine Niederlage akzeptieren. Marius erreichte unterdessen gegen Christopher erkältungsbedingt nicht seine Normalform und verlor 2:3. So war die abschließende Partie Pawel gegen Bendedikt leider schon bedeutungslos. Angesichts der bevorstehende Rückfahrt durch Eis und Schnee verzichtete Pawel fast vollständig auf taktisches Spiel und verlor in einer Blitzpartie 1:3.

Das professionelle Verhalten und Ambiente der Wuppertaler milderte etwas die Enttäuschung über die Niederlage gegen eine Mannschaft, die an diesem Tag einfach besser war. Im Ganzen muss man sich aber fragen, ob Aufwand, Kosten und Dauer für die 2. Bundesliga nicht zu hoch sind. Für den Snookernachwuchs machen solche Kraftakte keinen Sinn, welche Eltern freuen sich wohl, wenn ihr Nachwuchs ab Freitag nachmittag bis Sonntag spät abends unterwegs ist, gerade wenn das Wetter nicht mitspielt? Die Idee, mit vier Regionalligen anstatt zwei 2. Bundesligen zu spielen, schien den Spielern von SC Berlin 2 nach diesem Wochenende jedenfalls ziemlich verlockend zu sein...

 
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