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SCB 1 hat im Derby knapp die Nase vorn
Montag, 14. Februar 2011
Nach einem Unentschieden zuhause konnte die erste Mannschaft das Auswärtsspiel gegen den Berliner SV knapp mit 5:3 gewinnen. Dabei kam es in angespannter Atmosphäre teilweise zu dramatischen Spielverläufen.

Im Hinspiel hattem Sascha Lippe und Christian Gabriel ihre Spiele jeweils klar gewonnen, wobei Christian mit einer 100er Clearance im letzten Spiel gegen Thomas Weidner den sportlichen Höhepunkt setzte. André Rusche musste gegen die beiden stärksten des BSV, Mario Burot und Dominik Rohde ran und konnte dabei nichts ernten, während Thomas Schleske und Claus Kawalla gegen die schwächer einzuschätzenden Stefan Schenk und Thomas Weidner außer Form agierten.

Nach diesem Match kam man zu der Einschätzung, dass man in dieser Konstellation kaum über ein Unentschieden herauskommen würde, und überredete Alex Tutschek, der sich vom wettbewerbsmäßigen Snooker eigentlich zurückziehen wollte, noch mal mitzuspielen.

Drama beim BSV

Alex zeigte dann gegen Mario Burot sein spielerisches Potenzial und zwang den Routinier in den Decider. Dort aber agierte Mario taktisch besser und konnte knapp gewinnen. Überraschend war die Niederlage von Christian, der gegen Weidner nicht an die Form des Vortages anknüpfen konnte, während Weidner auch das Glück zur Seite stand, indem er z.B. eine entscheidende Schwarze flukte. Hochemotional und nervenaufreibend ging es bei der Partie Stefan Schenk gegen André Rusche zu. Die beiden schenkten sich nichts, dich am Ende konnte sich André mit 3:2 durchsetzen. Da Sascha Lippe keine Probleme mit Rohde hatte, stand es mal wieder 2:2.

In der Rückrunde kam das Drama dann zu geich mehreren Höhepunkten. Christian hatte schnell gegen Schenk gewonnen, André war dem unorthodox spielenden Weidner unterlegen. Sascha war gegen Burot 2:0 in Führung gegangen, sodass das Unentschieden schon sicher schien. Alex dagegen geriet gegen Rohde 0:2 in Rückstand, blies dann aber unter anderem mit einer 61er Serie zur Aufholjagd.

Im Decider ging Alex mit zwei schönen Breaks in Führung und verpasste dann eine leichte Schwarze zum Frameball. Nach ein paar Safetys konnte Alex eine Rote versenken, die gleichfalls Frameball gewesen wäre - aber Weiß fiel im dazu, und zwar so, dass Dominik auch noch Free-Ball bekam! Dominik konnte sieben Punkte machen und dann ohne Probleme einen richtig fiesen Snooker legen. Der führte nun zu 24 Foulpunkten für Rohde, da Alex dann, als er Rot im 6ten Versuch endlich traf, auch noch Weiß fiel. (Kleine persönliche Anmerkung des Chronisten, der selbst nicht dabei war: Ich hasse diese Miss-Regel, ich hasse sie und werde sie immer hassen!)

Man kann sich jedenfalls vorstellen, dass diese Situation nicht ohne Diskussionen, bissige Kommentare und parteiischen Beifalls abging. Wie dem auch sei, auch Dominik schaffte den Frameball dann nicht und Alex konnte eine re-spotted Black erzwingen. Die Auslosung zwingt Alex zum ersten Stoß, der geht an den Tisch und versenkt Schwarz als Fluke in die Mitte!! (Kleine Anmerkung des Chronisten: Puuuh, ein Glück war ich da nicht dabei...).

Keine Frage natürlich für uns, dass der Sieg von Alex trotz dieses Flukes verdient war. So hatte jedenfalls Sascha Lippe es in der Hand, den Auswärtssieg sicher zu machen. Doch hier hatte nun Mario Burot seinerseits Kämpferquaitäten bewiesen und sich in den Decider gerettet. Und diesmal stand das Glück auf der Seite des SCB: Durch einen glücklichen Snooker konnte Sascha sich einen kleinen Vorsprung erspielen und endlich Blau als Einbänder zum Sieg versenken.

Die Diskussion, wer an diesem Tag mehr Glück hatte, könnte man wahrscheinlich einige Stunden führen. Tatsache ist jedenfalls, dass die einstigen Weggefährten (denn bis auf Sascha spielten früher alle beim BSV) zu harten Konkurrenten geworden sind und das Klima zwischen den Mannschaften zumindest teilweise brisant ist.

Die Rückkehr von Alex Tutschek hat sich gelohnt, er wertet die spielerische Qualität der Mannschaft auf und kann auch - zumindest zeitweise - Nervenstärke beweisen.

Man steht jetzt auf dem dritten Tabellenplatz, doch in dieser engen Liga ist nochalles möglich. Ein wichtiger Schritt zum Klassenerhalt ist mit diesen vier Punkten aus dem Derby aber getan worden. 

 

 

 
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