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2. Bu-Li: Ersatzgeschwächt wichtigen Auswärtspunkt erkämpft
Montag, 04. April 2011
Bei den Auswärtsspielen in Leipzig und Dresden bewies SCB 2 weiter ansteigende Form; obwohl nicht in Bestbesetzung angetreten, verlor man gegen Leipzig nur denkbar knapp und konnte in Dresden ein Unentschieden holen. Für die sportlichen Glanzpunkte sorgte dabei Pawel Leyk.

Sebastian Hein war dankenswerterweise in die Bresche gesprungen, da Lukas Brunner wegen anstehender Abiprüfungen nicht mitfahren konnte. Er musste allerdings dem Zweitliganiveau Tribut zollen und konnte keine Punkte beisteuern.

Dafür begann in Leipzig der Rest der Mannschaft umso stärker. Man spielte in einem riesigen Center, indem leider auch gerade eine Kinderparty stattfand. Die Folge war ein Geräuschpegel wie im Hallenbad. Davon unbeeindruckt konnte Marius Wiese Leipzigs Top-Spieler Marco Weber niederringen - gerade gegen die stärksten Gegner zeigt Marius oft seine besten Leistungen. Pawel Leyk zog Dennis Bauer mit einer 51 und einer 45 den Zahn und gewann am Ende sicher. Robin schaffte es gar, ein 0:2 zu drehen und den erneut taktisch unsicher agierenden Kevin Helbig noch abzufangen. Wie schon gegen Essen stand es überraschend 3:1.

In der zweiten Häfte löste sich die Kinderparty dann auf. Dafür wurden die sowieso schon langsamen Tische noch langsamer. Ganz regulär waren die Bedingungen sowieso nicht, denn diverse Säulen ließen ein vollkommen ungestörtes Spiel an manchen Tischen nicht zu. Marius Wiese, der auch unter einer abklingenden Erkältung und der zunehmenden drückenden Schwüle im Raum litt, verlor unglücklich gegen Dennis Bauer. Pawel Leyk kämpfte sich gegen Marco Weber in den Decider - und verlor knapp. Die besten Chancen, den Punktgewinn klarzumachen, hatte vielleicht Robin, denn Steffen Haussmann ist spielerisch kein besonders starker Gegner, der aber durch Taktik und Kampfeswillen ein überraschend gute Bilanz in dieser Saison aufweist. Nach dem harten Match gegen Kevin, fand Robin aber überhaupt nicht ins Spiel und verschoss leichteste Bälle. Dann aber kam er zurück, und als er mit etwas Glück den Decider erzwang, schien Steffen angeknockt zu sein. Zwei schwierige Schwarze, die Robin von der Bande verschoss, brachten ihn aber zurück ins Spiel. Robin kämpfte zurück, doch als Steffen im Endspiel eine schwierige Blau in die Mitte lochte, half Robin selbst ein sensatiionell auf Pink gelegter Snooker nichts mehr. Den zweiten schaffte er nicht mehr, und man stand erneut trotz einer Führung mit leeren Händen da.

 Pawel Leyk mit Breakfestival in Dresden 

In Dresden kam man zunächst mal zu spät, da Robin sich die Adresse aus der Billard-Portal der DBU genommen hatte, die aber leider nicht aktuell war. Dafür waren die Bedingungen dort wesentlich angenehmer, insbesondere das Material ließ hervorragendes Snooker zu.

Das demonstierte insbesondere Pawel Leyk. Gegen den starken Pool-Spieler Daniel Schneider machte er aus der ersten Chance gleich eine frameentscheidende 70. Noch überzeugender der zweite Frame. Nach dem Einstieg konnte er mit Schwarz splitten und baute daraus ein vorbildliches Break. Beeindruckend dabei vor allem die Kontrolle der Weißen. Diesmal war erst nach 86 Punkten Schluss, und das einzige, worüber Pawel sich ärgern konnte, war die doppelt vergebene Century-Chance. Pawel hielt die Konzentration hoch. Nach einem kleinen Break und dem Safety-Ausstieg machte er mit einer 50 alles klar. Diese Glanzvorstellung Pawels umgab ein Hauch professionellen Snooker-Flairs.

Ganz anders das Spiel von Marius gegen Bernhard Schwarze. Der Dresdner ließ am Anfang auch mit Glück nichts liegen, und Marius, der auch das Spiel bei Hitze nicht liebt, kam gar nicht ins Spiel. Erst als er im wahrsten Sinn des Wortes die Ärmel hochkrempelte, begann es für ihn zu laufen, und mit einer fabelhaften Energieleistung drehte er das Match noch.

Robin hatte es mit dem Ex-SCBler Malte Schuchert zu tun und war gewarnt, denn Malte hatte am Tag zuvor gegen Hamburg überrachend zwei Siege eingefahren. Im ersten Frame schaffte es Robin, eine leichte Dominanz bis zum Schluss durchzuziehen und gewann sicher. Im zweiten Frame legte Malte aber mit einer 38 los und schien schon vor dem Framegewinn zu stehen. Doch Robin legte einige sehr harte Safetys und hatte den Frame bei noch einer Roten in Reichweite. Er spielte Rot und Blau und löste mit Gelb Grün ein paar Zentimeter von der Bande. Dann schickte er Grün lang die Bande hinunter und schaffte auch Braun ins Mittelloch, die aber erst nach einem kleinen Bandentänzchen fiel. Blau ins Mittelloch und eine kitzlige Pinke mit Verlängerung, fertig war das wirklich spekakuläre Comeback. Damit war Malte der Zahn gezogen, und Robin konnte den dritten Frame ähnlich dem ersten sicher machen.

Die Serie der hohen Breaks riss auch in der zweiten Session nicht ab. Jan Utikal hatte schon gegen Sebastian eine 64 geschossen. Marius konnte gegen ihn zwar den ersten Frame gewinnen, verlor aber den zweiten und kam im dritten fast gar nicht an den Tisch, da Jan mit einer 62 glänzte. Marius versuchte im vierten zurückzukommen, doch nach einer verschossenen Schwarzen war das Spiel gelaufen.

Robin spielte gegen Dennis Schneider abwechselnd spektakuläre und richtig miese Bälle und geriet gegen den technisch enorm beschlagenen Spieler, der gegen Pawel fast nur gesessen hatte, 0:2 in Rückstand. Im dritten baute er nach einem schönen Split auf Blau aber eine vorbildliche Serie auf, verschoss nach 54 Punkten jedoch eine leichte Rote. Hier wäre kurz Durchatmen und sich die verschwitzten Hände abtrocknen ein probates Mittel gewesen, eine wirklich hohe Serie, vielleicht sogar eine 100 zu schießen. So aber ließ er Daniel ein offenes Bild und musste nach einem weiteren dummen Fehler sogar noch den Frame und damit das Match abgeben.

So konnte Pawel nur noch das Unentschieden retten. Er machte gegen Malte einfach weiter wie zuvor: Ging an den Tisch und schoss eine 62 und ließ auch in der Folge nichts anbrennen. Diese Glanzleistung sollte Pawel - nach einigen Umstellungen in seinem Spiel - Selbstbewusstsein für die antehende Jugend-DM geben!

Obwohl man nur einen Punkt geholt hat, war das Wochenende ein Erfolg, denn ersatzgeschwächt brachte man sehr gute Leistungen. Außerdem konnte man sich von Hamburg eine Winzigkeit absetzen und hat es nun am letzten Spielwocheende in der Hand, zumindest den direkten Abstieg zu vermeiden. 

 
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