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Ein Punkt aus durchwachsenem Wochenende gerettet
Montag, 10. Oktober 2011
Nach der sportlich enttäuschenden 2:6-Niederlage gegen Essen konnte man beim zweiten Heimwochenende durch eine Leistungssteigerung am Ende noch ein Unentschieden gegen Dortmund erreichen.

Zwei Dinge wirkten sich negativ für den SCB aus: Erstens konnte Marius Wiese wegen gesundheitlicher Probleme nicht spielen - seine Konstanz und Coolness hätten der Mannschaft auch gegen die starken Essener vielleicht helfen können. Und zweitens die anhaltende Formkrise von Christian Gabriel, dessen Match-Bilanz bis jetzt für seine Verhältnisse nahezu desaströs ist.

Symptomatisch das Spiel gegen Jacek Stacha. Er ist in der sehr ausgeglichenen Essener Mannschaft vielleicht das schwächste Glied. Die ersten beiden Frames teilten sich er und Christian in einem zerfahrenen Spiel. Im dritten Frame schien ein Ruck durch Christian zu gehen, als er die Chance zu einer Clearance bekam. Doch nach einigen schweren Bällen setzte er ausgerechnet die entscheidende Pinke weit neben das Loch, und Jacek konnte nervenstark abräumen. Im letzten Frame hatte Christian dann nichts mehr hinzuzusetzen.

Aber auch Pawel zeigte gegen Roman Dietzel von Anfang an Unsicherheiten. Er wirkte wenig selbstbewusst, und verschoss immer wieder machbare und wichtige Bälle. So wurde es Roman, der nicht überragend spielte, recht leicht gemacht, er gewann 3:1.

Alex Tutschek konnte gegen den in letzter Zeit sehr stark spielenden Youngster Lukas Kleckers lange mithalten. Doch im Decider nahm deutsche U-16-Vizemeister das Heft in die Hand, und ließ Alex keine Chance mehr.

Nur Sascha Lippe spielte in seiner gewohnten Konstanz. Zwar geriet er gegen den starken Andreas Cieslak in Rückstand, schoss dann aber 40er, 50er und 60er Breaks in Reihe und gewann sicher.

Auch die zweite Hälfte verlief nicht besser. Christian verlor gegen Cieslak - nach 2:0-Führung. Alex unterlag Dietzel und Pawel musste mal wieder erfahren,  dass sich der Abstand zu seinem Dauerkonkurrenten Lukas Kleckers nicht verringert hat. Der Essener ist einfach konstanter und pottet sicherer. Nur Sascha konnte wieder ungefährdet punkten, so dass am Ende die klare Niederlage zu Buche stand.

Am Ende einige Lichtblicke gegen Dortmund

Die Dortmunder sind sportlich kaum schwächer als die Essener einzuschätzen, und dementsprechend nahm die Partie einen ähnlichen Verlauf. Sascha biss sich durch, Christian unterlag im Decider, der für Alex spielende André Rusche war ohne Chance gegen Rautenberg und Pawel biss sich die Zähne am unkonventionell agierenden Pool-Spieler René Schaerf aus.

Sollte sich eine zweite Heimniederlage anbahnen? Oder würde der SCB vielleicht doch noch über den Kampf zum Spiel finden?

Zunächst fertigte Sascha Tobias Rautenberg im Schnelldurchgang ab. Dann kämpfte sich Pawel gegen einen mit dem Tempo des Tisches hadernden Jan Eisenstein durch. Zwar war auch diesmal seine Leistung nicht überragend , doch er zeigte gerade in den kritischen Situationen wieder jene Nervenstärke, die ihn an den Spieltagen zuvor ausgezeichnet hatte. André war trotz eines schönen 49er-Breaks gegen Grube am Ende ohne Chance, so dass ausgerechnet Christian die Chance gegen den bis dahin ungeschlagenen Schaerf hatte, wenigstens einen Punkt zu retten. Eine sportliche Glanzleistung war diese Partie wiederum nicht. Doch mit eine bisschen Glück konnte Christian mit 2:1 in Führung gehen. Auf der anderen Seite hatte Schaerf, der sonst oft mit geradezu gespenstischer Sicherheit agiert und über ein überragendes taktisches Spiel verfügt, irgendwie den Faden und die Spiellaune verloren. Nach einer letzten missglückten Safety des Dortmunders konnte Christian die entscheidende Pinke lochen und das Unentschieden retten.

Dieser Punkt könnte am Ende noch wichtig werden. Zugute kommt dem SCB, dass sowohl die Münchner, die Rüsselsheimer und die Kölner in wichtigen Partien nicht über ein Unentschieden hinaus kamen. So konnte der 4. Tabellenplatz gehalten werden, es zeigt sich aber jetzt schon, dass der Kampf gegen den Abstieg auch dieses Jahr wieder sehr eng wird.

Positiv ist zu vermerken , dass von Seiten der Billard-Lounge Maßnahmen ergriffen wurden, um die Lichtsituation gravierend zu verbessern . Dennoch hat man manchmal den Eindruck, als seien einige Spieler in der neuen Spielstätte noch nicht so richtig angekommen, zumal der Vereinsbereich leider immer noch nicht fertig ist. Auf jeden Fall ist bei der Mannschaft noch Luft nach oben, und vielleicht wird sie das ja gerade beim ersten Auswärtswochenende der Saison unter Beweis stellen.

 

 
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