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SCB erfolgreich bei der DM
Mittwoch, 16. November 2011
Ein dritter Platz unseres "Legionärs" Sascha Lippe und ein fünfter Platz für den Youngster Pawel Leyk krönten das gute Abschneiden des SCB bei den Snooker-Herren in Bad Wildungen. Die Damen und Senioren blieben dagegen, trotz guter Ansätze, erfolglos.

Als erste musste Luise Kraatz bei den Damen ran. Diese Konkurrenz litt wie gewohnt unter einer immensen Sprengung des Zeitplans, so dass durch nachgeholte Partien teilweise bis tief in die Nacht gespielt werden musste. Davon blieb Luise zum Glück jedoch verschont und konnte einen Sieg gegen Annabell Petry landen. Dies reichte jedoch nur zum dritten Platz in der Gruppe, womit Luise jedoch nicht unzufrieden war. Siegerin wurde dieses Jahr überraschend Anne-Katrin Hirsch, die sich gegen ihre Freundin Diana Stateczny dank besseren Matchplays im Finale durchsetzte.

Bei den Senioren hatte Robin Rudolph die stärkste Gruppe erwischt. Bundestrainer Thomas Hein erteilte ihm gleich im ersten Frame eine Lehrstunde mit einem 60er Break. Den zweiten konnte Robin dank einer 35 und etwas Glück gewinnen, im dritten setzte Thomas dann mit dem Tunierhöchstbreak von 98 ein deutliches Ausrufezeichen. Gegen Jakob Stacha ging Robin mit 1:0 in Führung und hatte auch in den zwei folgenden Frames gute Chancen. Doch Nervenschwäche etwas Pech verhagelten den durchaus möglichen Sieg. Das letzte Spiel gegen Steffen Haussmann war dann schon bedeutungslos.

Helmut Milan verlor knapp gegen Jörg Simon und hatte auch gegen den ehemaligen deutschen Seniorenmeister Thomas Hölschtl Chancen zum Sieg. Doch in den entscheidende Situationen mangelte es an der Chancenverwertung, sodass sich der Spieler mit der größeren Turniererfahrung druchsetzen konnte. Der abschließende klare Sieg gegen Eric Voßler mit einem Highbreak von 37 nützte Helmut dann am Ende nichts mehr.

Thomas Schleske startete gut ins Turnier mit einem taktisch geprägten Sieg gegen den gebürtigen Engländer und früheren deutschen Meister Delaney Taylor. Dann aber wurde ihm ein Besuch in der Pizzeria zum Verhängnis; am nächsten Tag konnte er aufgrund von Magenproblemen nicht mehr antreten und verpasste so seine Chancen auf das Weiterkommen.

Die Jugend trumpft auf bei den Herren

Zwar wurde in Bad Wildungen mit Patrick Einsle ein alter Bekannter deutscher Meister - doch die Erfolge der durch eine Wildcard ins Hauptfeld gerückten Jugendspieler waren beeindruckend.

Dabei fing es für Pawel Leyk nicht gerade gut an: Gegen den starken Andreas Cieslak verlor er nach 2:1-Führung knapp 2:3. Gegen Thomas Kleineberg stand er mithin schon fast vor dem Aus, doch mit einer nervenstarken 52 im Decider machte er den Sieg noch klar. Gegen Peter Wagner und Vereinskamerad André Rusche lief es dann runder und er konnte sich sogar noch den Gruppensieg sichern. Im Achtelfinale zeigte er gegen den Dresdner Jan Utikal dann seine beste Leistung und mit einer 68 auch das höchste Break. Dass er dann im Viertelfinale gegen Patrick Einsle scheiterte, war für den gerade 14 Jahre alt gewordenen U-19-Meister keine große Enttäuschung. Pawel kam dadurch genauso weit wie sein ein Jahr älterer Dauerkonkurrent Lukas Kleckers, der allerdings auch mit einem Century von 103 ein Ausrufezeichen setzte.

Enttäuscht zeigte sich dagegen Christian Gabriel. Er hatte sich in seiner Gruppe als Tabellenerster durchsetzen können, wobei da sein Spiel schon nicht gerade rund lief. Überschattet wurden diese Gruppenspiele leider durch die Partie zweier Rüsselsheimer Vereinskameraden, deren Ergebnis stark nach Absprache roch. Leidtragender war der sympathische Hamburger Robin Otto, der aufgrund des Frameverhältnisses ausschied. Christian hatte jedoch mit dem Essener Tobias Rautenberg im Achtelfinale eine durchaus machbare Aufgabe erwischt. Für die klare 1:3-Niederlage machte er am Ende seine schlicht und ergreifend zu schwache Form verantwortlich.

Sascha Lippe mit Turnier-Highbreak

Für Sascha Lippe kam es in seiner extrem schweren Gruppe zu einer kuriosen Situation: Er, Roman Dietzel und Samarawickrama waren nach den Gruppenspielen nicht nur punkt- und framegleich, auch im direkten Vergleich lagen sie pari. Also mussten in einem Shoot-Out drei Blitzframes entscheiden, wo sich Sascha dann noch den zweiten Platz sichern konnte. Gegen den Möchtgern-"Bad Boy" Sari Soner gewann er dann souverän und auch gegen Seniorenmeister Frank Schröder fiel der Sieg klar aus, wobei er hier sogar mit einer 114 glänzen konnte - das höchste Break der gesamten DM.

Im Halbfinale traf er dann auf den Titelverteidiger Stefan Kasper, der sich in letzter Zeit fast zu einer Art Angstgegner Saschas entwickelt hat. Und auch diesmal musste er gegen den lochstarken Wuppertaler mit 1:3 wieder den Kürzeren ziehen. Dennoch ein guter Erfolg unseres "Legionärs", der seinen Trainingsaufwand in letzter Zeit stark runtergefahren hat, und dennoch immer noch zu den Top-Spielern Deutschlands gehört. Und mit drei Spielern im Achtelfinale und zweien im Viertelfinale fiel auch die Gesamtbilanz des SCB sehr zufriedendstellend aus.

 

 
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