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Erfolgreiches Wochenende in der Bundesliga!
Montag, 30. Januar 2012

Bei den beiden Spielen gegen den Abstiegskonkurrenten aus Hannover konnte mit einem Unentschieden und einem Sieg ein hervorragendes Ergebnis erzielt werden. Entscheidend waren Kampfkraft und Nervenstärke in den wichtigen Situationen, sowie eine deutliche Leistungssteigerung des herausragenden Mannschaftskapitäns Christian Gabriel.

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Dass Hannover so weit unten in der Tabelle steht, ist ein bisschen überraschend. Schließlich haben sie mit Naresh Samarawickrama-Blankenburg einen echten Top-Spieler in den Reihen und mit Sascha Breuer einen der besten Nachwuchsspieler der letzten Jahre. Auch der Rest der Mannschaft braucht sich nicht zu verstecken. Symptomatisch vielleicht die Bilanz von Julian Matthias, der durchaus ordentliches Snooker spielt, aber eine katastrophale Bilanz aufweist. Beim Hinspiel in Berlin zwang er sowohl Alex Tutschek als auch Pawel Leyk in den Decider – und verlor beide Male, obwohl er eigentlich Vorteile hatte. Sascha Breuer zeigte mit einer 69 gegen Marius Wiese gleich sein Potenzial und gewann auch 3:0. Doch gegen Christian Gabriel zeigte er erstaunlich wenig Gegenwehr, gerade was das Match-Play betraf. So konnte Christian überraschend klar mit 3:0 gewinnen.

Für hervorragendes Match-Play ist dagegen Naresh bekannt, der stets sehr sorgfältig spielt und in schwierigen Situationen schon mal minutenlang um den Tisch tigert, als stünde er in einem WM-Finale. Dennoch konnte Pawel ihn in der ersten Session in den Decider zwingen, wo Naresh dann jedoch die Oberhand behielt. Gegen Alex Tutschek gewann er in der zweiten Partie dann aber klar. Der vierte im Bund bei Hannover war Felix Frede, ein noch sehr junger Spieler mit einem sehr sauberen Stoß. Er musste sich in der ersten Partie dem sich stetig steigernden Christian Gabriel beugen, rettete Hannover aber am Ende den Punkt, als er sich in einer kämpferischen Partie gegen Marius durchsetzte. Marius hatte da beim Stand vom 1:1 schon vorne gelegen, doch einige unglückliche Aktionen in der Endphase kosteten ihn den dritten Frame und am Ende dann das Match.

So war das Hinspiel-Ergebnis mit 4:4 am Ende gerecht, wobei es sowohl in die eine wie die andere Richtung auch anders hätte ausgehen können.

Hannover kann den Heimvorteil nicht nutzen

Nun hoffte man auf das Rückspiel in Hannover. Ein Unentschieden war das absolute Mindestziel, doch bei den teilweise sehr eigenen Tischen in Hannover durfte man eine heimstarke Mannschaft erwarten.

So spielte Julian Matthias gegen Pawel Leyk auf einem Tisch mit superengen Taschen. Doch das nützte ihm überhaupt nichts, denn Pawel, der mit seinen 14 Jahren schon so viel Erfahrung mit den unterschiedlichsten Spielbedingungen gesammelt hat, agierte souverän und gewann sicher mit 3:0.

Christian war wieder gut drauf und konnte gegen Sascha Breuer erneut gewinnen. Der hatte zwar mit einer 57 wieder ein hohes Break gemacht, doch Christian behielt die Kontrolle und punktete konstanter zu einem verdienten Sieg.

André Rusche zeigte wie so oft Kampfgeist und holte zwei Mal einen Rückstand gegen Felix Frede auf. Auch im Decider hatte er seine Chancen – doch am Ende war es leider Felix, der die Big Points einfuhr. Genau umgekehrt lief es bei Marius gegen Naresh. Zwei Mal legte Naresh vor und auch im Decider hatte er zunächst die Nase vorn. Doch schon oft hat Marius gerade in solchen Situationen sein bestes Snooker hervorgeholt, und auch diesmal legte er am Ende in seiner stoischen Art und scheinbar ohne Nerven die entscheidende Clearance hin – dieser überraschende Sieg war sicher der Schlüssel für den weiteren Verlauf des Matches.

Die Auslosung spielte dem SCB zusätzlich in die Hände. Da der vermeindlich Stärkste von Hannover gegen den vermeindlich schwächsten Berliner spielte – Naresh gegen André – und Christian Julian Matthias mit seinem vierten Sieg in vier Spielen schnell abfertigte, hatte man nun zwei Optionen, um den Sieg zu sichern. Pawel ging gegen Sascha Breuer mit unter anderem einer 47 in Führung, doch Breuer konnte den Decider erzwingen. Hier wurde es nun hochspannend, und am Ende musste gar eine re-spotted Black entscheiden – leider zu Ungunsten von unserem Youngster.

Ähnliches Bild am anderen Tisch: Marius liegt in Führung, doch Felix erzwingt den Decider. Doch obwohl Felix im Match mehr hohe Breaks spielte, war es am Ende die Konstanz und das Allround-Spiel von Marius, was den Ausschlag gab. Nervenstark gewann er den letzten Frame und damit das Match – ein immens wichtiger Sieg des SCB im Kampf gegen den Abstieg.

Die anderen „Mit-Konkurrenten“ um den Abstieg, der SC München und die Breakers aus Rüsselsheim nahmen sich am Wochenende je einen Sieg ab – schade für den SCB, denn zwei Unentschieden wären günstiger gewesen…dennoch konnte Rüsselsheim zunächst mal überholt werden. Eine sehr gute Ausgangsposition, da wir sowohl München als auch Rüsselsheim noch zuhause empfangen werden. Verkehrte Welt herrschte bei Dortmund und Essen, wo jeweils die Auswärtsmannschaft klar gewann, und beim Spiel Tabellenerster gegen den Tabellenletzten zeigte Köln gegen Wuppertal erstaunlich viel Gegenwehr. Obwohl Köln noch ohne Sieg ganz unten steht, darf man sie auf keinen Fall abschreiben – und vor allem nicht mit einem sicheren Sieg gegen sie rechnen.

Auf jeden Fall hat sich die Ausgangsposition des SCB nach diesen Spieltagen stark verbessert. Und wenn vor allem der stärkste Spieler des Wochenendes, Christian Gabriel, zu alter Konstanz zurückfindet, stehen die Chancen auf den Klassenerhalt wahrlich nicht schlecht.

 

 
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