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Mindestens einen Punkt verloren beim Bundesliga-Auswärtswochenende
Montag, 26. März 2012

Die Bundesligamannschaft des SCB holte sich am Wochenende zwei Niederlagen gegen Essen und Dortmund ab. Obwohl die Ruhrpott-Mannschaften Favoriten waren, wäre bei dieser Konstellation mehr drin gewesen.

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Gegen Essen konnte nur Christian Gabriel eine normale Leistung abrufen. Dabei spielten die Essener, die ohne Jakob Stacha angetreten waren, alles andere als überragend. André Rusche baute den schwach anfangenden Andreas Cieslak durch noch schwächeres Spiel erst auf. Und Alex Tutschek führte lange gegen Roman Dietzel, ehe er im Decider bei offenem Tisch eine riskante Rote verschoss und so Roman das praktisch schon entschiedene Break gelang.

Im zweiten Durchgang hielt Christian Roman überraschend klar in Schach, doch die anderen SCBler konnten sich nicht steigern, eher das Gegenteil war der Fall. So war die 2:6-Niederlage am Ende klar und verdient.

 

Bitterer 0:4-Rückstand gegen Dortmund

 

René Schaerf, Top-Spieler der Dortmunder und – obwohl er mit einem Pool-Queue spielt – einer der Top-Leute der 1. Bundesliga überhaupt, war am Sonntag wegen eines Pool-Turniers nicht am Start, und so hatte man sich gegen den SC Dortmund einige Chancen ausgerechnet. Doch die zerschlugen sich leider schon ziemlich früh. Christian hatte nicht die Lochsicherheit vom Vortag und traf auf den äußerst ehrgeizigen Jan Eisenstein, der einige höhere Breaks zeigte, der allerdings auch die Angewohnheit pflegte, über den Tisch, sein Spiel und alles mögliche andere ausdauernd und lautstark zu lamentieren. Doch das war nicht der Grund für Christians Niederlage, der einfach aus seinen Chancen zu wenige Punkte machte.

Unnötiger noch war die Niederlage von Alex Tutschek gegen den jungen Kevin Schejock, der sicher talentiert ist, aber eigentlich spielerisch nicht die Klasse von Alex besitzt. Aber Alex musste dafür büßen, dass er nach gutem Beginn die Zügel zu sehr schleifen ließ. Robin konnte zwar die Frames gegen Fabian Grube teilweise länger offen halten, doch zu wenig Zutrauen in seine Qualitäten und auch ein bisschen Pech bei ein paar Flukes seines Gegners führten am Ende zur klaren Niederlage. André ging in das Spiel gegen Tobias Rautenberg schon mit negativen Vorahnungen hinein, dabei ist das ein Gegner, der für ihn nicht unschlagbar ist. Doch wie schon öfter zog André den kürzeren, obwohl er im letzten Frame noch kämpfte, nachdem Tobias eine 54 vorgelegt hatte.

In der zweiten Session deutete sich an, dass an diesem Tag durchaus mehr drin gewesen wäre. Alex konnte die Partie gegen den mehr und mehr mit sich hadernden Jan lange offen halten, konnte im Decider dann eine Clearance bis Pink spielen und hatte zwei – wenn auch knifflige – Chancen auf Schwarz; doch am Ende musste Jan nur noch die letzte Kugel vorm Loch liegend einrollen.

Christian hatte derweil keine Probleme mit dem jungen Kevin, und hatte danach noch Muße, sich die letzten beiden Matches in Ruhe anzuschauen.

Robin spielte gegen Tobias solider und mit mehr Mut und konnte gegen den Dortmunder, der am Ende auch etwas unmotiviert agierte, ein Erfolgserlebnis einfahren. Fabian Grube wollte gegen André bestimmt gewinnen, doch André zeigte endlich etwas von seinem Potenzial und konnte ausnutzen, dass Fabian sich mehr und mehr über sich selbst aufregte. Am Ende flog sein Queue scheppernd in die Ecke, als er André im Decider den entscheidenden Elfmeter hinstellte.

So konnte das Ergebnis noch erträglich gestaltet werden, aber aufgrund der schwachen 1. Session überwog am Ende die Enttäuschung.

 

Generelle Auswärtsschwäche des SCB

 

Zum wiederholten Mal zeigte sich, dass der SCB gerade auswärts sein Potenzial nicht abrufen kann. Sicher, der Ausfall von Pawel Leyk und Marius Wiese musste kompensiert werden. Aber auch diese Rumpfmannschaft kann mehr, als sie zeigt. Woran das liegt, wissen die Spieler selbst, und sie müssen sich überlegen, ob sie weiter wie bisher machen wollen, oder eventuell an ihrer Herangehensweise doch etwas ändern.

Vor dem letzten Heimspieltag kann jedenfalls Rüsselsheim nicht mehr aus eigener Kraft eingeholt werden, obwohl die gegen Köln stolperten. Dennoch, bei all den verrückten Wendungen dieser Saison, ist noch etwas drin. Grundstein dafür sollte aber eine top konzentrierte Leistung beim letzten Heimspiel sein. Schließlich hat Berlin eine Snookermannschaft in Deutschlands höchster Spielklasse verdient...!

 
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