Hintergrund
Layout Element
Direktabstieg aus der 1. Snooker-Bundesliga verhindert
Montag, 14. Mai 2012

Die 1. Mannschaft des SCB holte drei Punkte aus zwei Spielen und konnte so den wichtigen 6ten Tabellenplatz sichern. Obwohl man die Rüsselsheimer schlug, konnte man sie nicht mehr abfangen, was den sicheren Klassenerhalt bedeutet hätte.

 

mehr...

 

Das Wochenende fing nicht optimal an, denn es hatten sich nicht genug engagierte Vereinsmitglieder als Schiedsrichter eingefunden. So musste sogar der kleine Anton Woywod schiedsen – machte seine Sache aber sehr ordentlich! Dann konnte auch noch André Rusche nicht pünktlich zum Spiel erscheinen, sodass Robin Rudolph, der sich nicht in Form fühlte, für ihn einspringen musste.

Robin verlor auch prompt gegen Jörn-Hannes Hühn. Der Rüsselsheimer, zu dessen Eigenheiten zählt, vor jedem Stoß ein Auge zuzukneifen, spielte alles andere als überragend, doch Robin fehlte es an Konstanz und Kampfkraft.

Rüsselsheim präsentierte sich als grundsympathische, aber auch recht individuelle Mannschaft. Und es dürfte so ziemlich die langsamste Mannschaft Deutschlands sein – das Match endete erst nach 19h abends.

Dabei ging es vom Ergebnis her zwischen Ha-Jo Meyer und Pawel Leyk noch ziemlich flott 0:3 verlor Pawel – etwas enttäuschend für unseren zur Zeit leicht demotivierten Youngster.

Besser machte es Christian, der gegen Armin Schmidt stark begann, sich selbst aber immer wieder in Schwierigkeiten brachte. Dennoch brachte er das Spiel irgendwie nachhause.

Dagegen hatte Marius Wiese so etwas wie eine Sternstunde. Zwei Frames lang ließ er Routinier Ernst Seckes kaum an den Tisch – bevor dieser dann den dritten Frame entnervt und frühzeitig aufgab.

 

Was Ha-Jo Meyer an Bedächtigkeit vorlegte, das brachte Ernst Seckes an Hektik an den Tisch. Christian konnte das ausnutzen und siegte gegen seinen zu fehlerhaft agierenden Gegner. Marius schien an seine Top-Leistung der ersten Session gegen Armin Schmidt anknüpfen zu können – doch dann verlor er den Faden gegen Rüsselsheims immer stärker werdenden Jüngsten. 2:3 hieß es nach 2:0-Führung.

Dafür konnte sich Pawel steigern und Jörn-Hannes Hühn 3:1 niederringen, was dieser mit lautstarken Unmutsäußerungen begleitete.

So hing nun alles vom Spiel André Rusche gegen Ha-Jo Meyer ab. Um 15:00 begann die Partie, nach 19h sollte sie enden.

Ha-Jo Meyer konnte man früher zu den stärksten deutschen Spielern rechnen, doch diese Klasse erreicht er nicht mehr ganz. Dennoch macht er es durch sein methodisches und taktisches Spiel jedem Gegner schwer. André machte es sich allerdings auch selbst schwer, denn trotz der bekannt großen Taschen an Tisch 8 verschoss er einige haarsträubende Bälle. So ging Ha-Jo in einem Spiel, was vielleicht nicht ganz Erste-Liga-Niveau hatte, mit 2:1 in Führung. Dann aber konnte André sich steigern, erzwang einen Decider und konnte diesen schließlich sicher gewinnen.

5:3 endete so dieser Marathon, und der Relegationsplatz war schon mal sicher.

 

Schützenhilfe durch Hannover bleibt aus

 

Um Rüsselsheim noch abzufangen, hätte man am nächsten Tag aber nicht nur gegen die starken Münchner gewinnen müssen, sondern auch die Schützenhilfe der bereits abgestiegenen Hannoveraner gebraucht.

Christian fing wieder stark an und schaltete unter anderem mit einer 48 Julian Breier aus. Pawel kämpfte gut gegen Münchens Top-Mann Sascha Diemer, musste dann aber im Decider doch die Niederlage akzeptieren. Marius fand die Form des Vortags gegen Sanjin Kusan nicht ganz, aber André hatte – obwohl er das ganze Match lang hinterher gehinkt war – gegen Michael Betzinger am Ende eine große Chance. Der Jung-Spieler schien durch eine spektakuläre Clearance schon das Match entschieden zu haben, bevor er eine mittelschwere Blau verschoss. André wollte eben diese Blaue dann leicht ins Loch rollen – und musste zusehen, wie die Weiße fast eine halbe Ballbreite ablief und die Kugel verfehlte. Bitteres Ende einer kämpferisch geführten Partie.

 

Vom Sieg beflügelt spielte Betzinger in der zweiten Session gegen Christian groß auf und gewann 3:0. Marius hielt gegen Diemer dagegen, konnte aber am Ende nichts ausrichten. Robin zeigte sich gegen Sanjin Kusan gegenüber dem Vortag verbessert, der Münchner war aber bei den Big Points eiskalt und hatte auch etwas weniger Pech.

So blieb es André vorbehalten, den zweiten – letztlich bedeutungslosen – Sieg gegen Julian Breier einzufahren.

 

Dennoch war man von der Leistung nicht so weit von der Spielstärke der Münchner entfernt. In einer Saison, die durch die Spielabsagen Essens stark verzerrt wurde, war der drittletzte Platz am Ende etwas unglücklich – aber es ist noch nicht alles verloren.

Das Potenzial, um - wahrscheinlich gegen Hamburg -  den Abstieg noch zu verhindern, hat die Mannschaft. Und man braucht keinen Otto Rehagel, um die entscheidende Weisheit des Snooker zu beherzigen:

Entscheidend ist im Endeffekt: Am Snookertisch…

 
Aktuell
feed image
feed image
feed image
Becon Berlin - Mehr Anzug braucht Mann nicht! McBillard - Der Billardfachhandel
Spieler hält Queue im Arm Optisches Element unterer Hintergrund