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Heimwochenende nicht optimal genutzt
Montag, 05. November 2012


 

Mit einem Unentschieden gegen stark besetzte Ulmer und einer Niederlage gegen den Meisterschaftsmitfavoriten Fürth lag man von den Ergebnissen her eigentlich im Soll. Wie so oft aber musste man am Ende sagen: Es wäre auch mehr drin gewesen.

 

Die Neu-Ulmer reisten mit dem starken Holländer-Doppel Mario Wehrmann und Maurice Le Duc an, beides Spieler, die schon mal Profi-Ambitionen hegten. Dass auch diese nicht unschlagbar sind, deutete Robin Rudolph an, der beim Stand von 2:1 gegen Le Duc gute Siegchancen hatte, am Ende im Decider jedoch unterlegen war. Christian Gabriel machte es besser und hielt Mario Wehrmann mit 3:1 in Schach. André Rusche holte einen 0:2 Rückstand gegen Ulrich Huber auf, um dann doch im Decider zu unterliegen. Slawa Boyko zeigte sich dagegen bei seinem Bundesliga-Debut erstaunlich souverän und beherrschte Stefan Caspers mit 3:1. So stand es Unentschieden, wo es – wäre, hätte, wenn – auch 3:1 hätte stehen können.

 

Mit der Rückrunde begann die stärkste Phase des SCB. Christian rauschte durch eine 82er-Clearance gegen Ulrich Huber, und Robin konnte gegen Caspers einen 40-Punkte-Rückstand mit einer 32 und einer 47er-Clearance umdrehen. Keine Chance hatte André, der gegen Wehrmann unter anderem eine 80 einstecken musste und in kürzester Zeit unterlag. Dagegen sah Slawa gegen Le Duc, der an diesem Tag auch nicht gut im Stoß war, lange Zeit recht gut aus. Trotz Serien von 62 und 54 bekam Slawa seine Chancen, unterlag am Ende dann aber mit 1:3. Während Christian seinen Sieg gegen Huber sicher nachhause bringen konnte, geriet Robins Motor gegen Caspers dann plötzlich ins Stottern. Beide Akteure machten unter Druck Fehler, doch schließlich konnte Robin mit Glück und Geschick den Sieg und damit das Gesamt-Unentschieden retten.

 

Fürth schwächer als erwartet

 

Der SSC Fürth, mit dem frisch gebackenen deutschen Meister Patrick Einsle, kam noch ungeschlagen angereist, hatte aber schon mit einem Sieg bei Limbach-Oberfrohna von „nur“ 5:3 aufhorchen lassen.

Die Auslosung verlief günstig für den SCB, z.B. dadurch, dass Christian nicht auf Patrick Einsle traf. Christian konnte dann gleich gegen den außer Form spielenden Michael Betzinger den ersten Punkt machen. Patrick Einsle bewies seine Vormachtstellung in Deutschland unter anderem mit einer 96 gegen André. Robin konnte leider nicht ausnutzen, dass Soner Sari mit dem Tisch-Tempo nicht klar kam und verspielte u.a. im dritten Frame eine 40-Punkte-Führung. Dagegen konnte Ronny Hoppe den mit Abstand schwächsten Fürther Rüdiger Kirsch in drei recht zähen Frames niederringen.

Mit dem 2.2 rechnete man sich sogar gewisse Sieg-Chancen aus, den Soner Sari ist für Christian kein unschlagbarer Gegner und auch Robin wurde gegen den schwächelnden Betzinger Chancen zu getraut.

Dieser suchte dann sein Heil in der Defensive und ließ Robin kaum Bälle liegen, während er selbst die Punkte in Hamstertaktik sammelte. Eine gerissene Pomeranze hob Robins Stimmung nicht sonderlich, obwohl er nach der Reparatur dann noch einen Frame gewinnen konnte. Aber diesmal ließ er insgesamt vor allem die Big Points liegen.

Christian am Nebentisch ärgerte sich gegen Soner über sein eigenes Spiel, aber auch über eine exotische Regelauslegung , der Erklärung diesen Bericht hier bei Weitem sprengen würde. Jedenfalls musste er mit ansehen, wie mit seiner Niederlage auch die letzten Chancen auf ein Unentschieden schwanden. Da half es auch nichts, dass sich André nach verkrampftem Beginn noch gegen Kirsch durchsetzte, denn Ronny hatte erwartungsgemäß gegen Einsle kaum Chancen.

Am Ende dieses Wochenendes findet sich der SCB am Tabellenende wieder. Allerdings ist man punktgleich mit gleich drei weiteren Mannschaften. Um den Abstieg zu vermeiden, muss man allerdings mehr schaffen als hier und da mal ein Unentschieden gegen direkte Tabellennachbarn. Ein einziger Sieg oder ein Überraschungsunentschieden gegen höher stehende Mannschaften kann bei dieser Konstellation schon Gold wert sein. Unter diesem Gesichtspunkt war das Wochenende eher eine Enttäuschung, auch wenn es Lichtblicke gab. So war die Gesamtleistung Christians sehr gut und auch Slawas Einstand machte Lust auf mehr.

 
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