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Billard paradox in der 1.Snooker-Bundesliga
Montag, 25. Februar 2013

 

 

Ein Unentschieden gegen den Tabellenersten – eine Niederlage gegen den Tabellenletzten. So lautet das kuriose Resümee des Bundesliga-Snookerwochenendes. Doch der Achtungserfolg gegen Wuppertal nützte dem SCB wenig - er findet sich nun am Ende der Tabelle wieder.

 

Dabei lief zunächst alles für den SC Berlin: Der deutscher Dauermeister Wuppertal war nicht in Bestbesetzung angetreten, und das konnte man optimal nutzen. Christian Gabriel musste zwar gegen Frank Schiller ein bisschen kämpfen, setzte sich jedoch am Ende doch klar mit 3:0 durch. Ronny Hoppe war wie erwartet chancenlos gegen den Alt-Meister Mike Henson, dessen Break-Building nach wie vor nahe am Profi-Niveau ist. Nahe am Profi-Niveau sind auch die Potting-Fähigkeiten von PTC-Spieler Phil Barnes. Auch wenn er phasenweise etwas lustlos wirkte, hatte Robin Rudolph gegen ihn doch kaum Chancen, zumal er selbst nichts traf. Auf verlorenem Posten wirkte auch zunächst André Rusche gegen die deutsche Meisterin Diana Stateczny. Doch siehe da, nachdem er die ersten beiden Frames verloren hatte, kämpfte er sich zurück und konnte gegen die zunehmend verunsichert wirkende Wuppertalerin das Match noch drehen.

Mit dem 2:2 zur Pause war noch alles drin. Und das nutze gleich Ronny Hoppe, indem er die von ihrer Niederlage noch verunsicherte Diana mit 3:1 besiegen konnte. André hatte gegen Henson keine Chance im Gegensatz zu Christian, der sich über seine Leistung gegen Phil Barnes sichtlich ärgerte, denn der Wuppertaler mit englischen Wurzeln spielte auch diesmal nicht zwingend – dennoch gewann er 3:1. So hatte nun Robin noch die Chance, das Unentschieden zu retten. Gleich am Anfang profitierte er davon, dass ihn Frank Schiller mit schwachem taktischen Spiel ins Match ließ, sodass Robin spielerische Sicherheit aufbauen konnte. Nach dem zwischenzeitlichen Anschluss Schillers auf 1:2 zeigte Robin im 4. Frame dann eine gute kämpferische Vorstellung und sicherte das Spiel auf Blau . Der zweite Punktverlust Wuppertals in dieser Saison war perfekt.

 

Am Sonntag stand das ungleich wichtigere Match gegen Rüsselsheim an. Man hätte nun die Chance gehabt – gesetzt den Fall, dass Wuppertal Limbach besiegen würde – an Rüsselsheim und Limbach mit einem Sieg vorbeizuziehen.

Auch hier fing es gut an für den SCB: Ronny Hoppe bestätigte seine ansteigende Formkurve und besiegte den jungen Armin Schmidt umkämpft mit 3:2. Christian Gabriel besiegte den gefürchteten Langsamspieler Hajo Meyer mit 3:1, obwohl der Rüsselsheimer sicher doppelt so lange am Tisch stand. André verlor gegen Michael Heeger klar, Robin aber führte gegen den gefürchteten Potter Ernst Seckes schon mit 2:1. Dann aber wurden seine Safetys oft ein Stück zu kurz und Ernst lochte alle Longpots mit furchterregender Sicherheit. So stand es leider „nur“ 2:2 zur Pause.

Im zweiten Durchgang bestätigte dann Christian Gabriel, dass er dieses Wochenende nicht ganz an die Leistungen der Spieltage zuvor anknüpfen konnte. Er verlor nach für ihn untypisch fehlerhaftem Spiel gegen Armin Schmidt 1:3. Diese Niederlage stellte die Weichen in eine ungünstige Richtung. Robin konnte die Frames gegen Michael Heeger zwar offen halten, schaffte an diesem Tag aber einfach nicht, die Big Points zu sichern. Und André Rusche reichten selbst eine 2:0-Führung und eine 38er-Serie im 4ten Frame nicht, um den Sieg gegen den gesundheitlichen angeschlagenen Ernst Seckes zu sichern. Das Match von Ronny gegen Hajo Meyer war dann am Ende ohne Bedeutung.

Das Ergebnis von 2:6 war viel knapper, als es aussieht . Die Rüsselsheimer profitierten von ihrer Erfahrung und von ihrer in der Breite etwas stärkeren Mannschaft. Der SC Berlin ist zu sehr davon abhängig, dass Christian Gabriel stets Top-Leistung bringt. Außer ihm hat noch kein Spieler des SCB eine Wochenend-Ausbeute von mehr als 50% erreichen können. Auffällig dabei sind viele 2:3-Niederlagen – doch oft sind es leider gerade die Decider, wo die Gegner mit Erfahrung, Lochsicherheit und Nervenstärke noch eins draufsetzen können.

So findet sich der SCB nun am Tabellenende wieder. Die Chancen, den Abstieg noch zu verhindern, sind mehr denn je eine eher theoretische Möglichkeit.

 
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