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Bundesliga: Zwei Siege gegen Hamburg
Dienstag, 09. Februar 2010

Gegen im Großen und Ganzen harmlose Hamburger konnte sich die erste Mannschaft am Wochenende zweimal sicher durchsetzen. Dabei zeigten insbesondere Christian Gabriel und André Rusche aufsteigende Form.

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Dabei gingen einige Akteure angeschlagen in die Partie: Christian hatte sich eine dicke Erkältung geholt, Sascha Lippe sich den Kopf gestoßen, eine Baseballmütze verdeckte die dicke Schramme. Und Claus Kawalla war gar gänzlich indisponiert.

Vor allem Sascha begann gegen Ramzi Ben Ghaffar ungewohnt unsicher: Die Cue Action war für einen Spieler seines Kalibers erstaunlich unrund und die Safetys kamen am Anfang überhaupt nicht. So sicherte sich Ramzi ohne zu glänzen den ersten Frame. Den zweiten hätte Sascha gewinnen müssen, doch beim Versuch im Endspiel von Braun auf Blau über drei Banden zu stellen fiel die Weiße ins Mittelloch, und auf der Tribüne rieb man sich angesichts eines 0:2 Framerückstands verwundert die Augen.

Dann jedoch besann sich Sascha auf seine Kämpferqualitäten und bog die Partie noch, ohne jedoch annähernd seine Normalform zu finden.

Weit von Normalform entfernt spielte auch Thomas Schleske am Nebentisch. Neben mangelnder Potsicherheit kämpfte er auch mit den Snookern seines Gegeners Bernd Brüggemann: In den ersten beiden Frames sammelte er jede Menge Foulpunkte und auch den dritten verlor er klar.

Dagegen schien Christian sein Match möglichst schnell hinter sich bringen zu wollen. Gegen Tobias Friedrichs punktete er kontinuierlich und ließ seinem Gegener wenige Chancen liegen.

Nicht ganz so schnell doch genauso klar machte es André Rusche gegen Florian Stiefenhöfer. Dabei machte er insbesondere die Big Points und konnte so seinen Gegner sicher kontrollieren.

Debut von Alex Tutschek

Alex Tutschek hatte sich durch hervorragende Trainingsleistungen (unter anderem zwei Centurys) förmlich aufgedrängt und wurde für Thomas Schleske eingewechselt. Gegen Ramzi hatte er vor allem in den ersten zwei Frames gute Chancen, doch Ramzi hatte ein paar mal Glück und war vor allem bei den wichtigen Bällen nervenstärker. So musste Alex eine etwas zu hohe 0:3 Niederlage einstecken.

Christian machte dagegen da weiter, wo er in der ersten Session aufgehört hatte. Dann aber zeigte sein Gegner Florian plötzlich ein Lebenszeichen und machte sein Saisonhighbreak von 52. Doch das verhinderte nicht seine zwölfte Niederlage im zwölften Spiel: Mit einer 65 konterte Christian prompt und stellte so die Weichen auf Sieg.

Gegen Hamburgs Topspieler Brüggemann wollte Sascha diesmal nichts anbrennen lassen und gewann klar, ohne zu glänzen. Den Schlusspunkt zum dem doch deutlichen 6:2  setzte André mit einer soliden Leistung gegen Tobias Friedrichs.

André Rusche spielt sich frei

Nicht wenige sagen, dass André Rusche nach den beiden Top-Spielern Sascha und Christian die besten spielerischen Anlagen in der ersten Mannschaft besitzt. Nur konnte er dies bislang selten in harten Matches umsetzen. Gegen Hamburg fuhr er aber das Maximalergebnis ein, und zog dabei Ramzi mit zwei 40er Breaks in den ersten beiden Frames den Zahn. Im zweiten Spiel gegen Florian legte er gar eine 58 nach. In dieser Form könnte sich André noch zu einer wichtigen Stütze in der Rückrunde entwickeln!

Auch Christian, der beim Grand Prix in Elchigen das Halbfinale erreicht hatte, zeigt aufsteigende Form. In Hamburg rang er hintereinander die hanseatische "Geheimwaffe" Andreas Metz und Routinier Bernd Brüggemann nieder.

Sascha Lippe hatte es dagegen besonders eilig: Er wollte zum Trainingscamp nach England und schoss Tobias Friedrichs in 45 Minuten ab. Alex Tutschek zeigte gute Ansätze, zog aber gegen Bernd Brüggemann und Andreas Metz den kürzeren, gewann dabei jeweils einen Frame. Noch besitzt Alex zu wenig Matchhärte in kritischen Situationen. Die Einsätze in der Bundesliga sollten ihm aber Ansporn gewesen sein.

Auch Thomas Schleske kam noch einmal zum Einsatz, da man ja in der Rückrunde ohne Sascha Lippe antreten musste. Obwohl er das Kunststück fertig gebracht hatte, sowohl Weste als auch sein Queue (!) zu vergessen, fand er zu seinem typischen Taktikspiel zurück und konnte Florian 3:1 schlagen.

In der Tabelle hat sich Wuppertal fast schon uneinholbar abgesetzt. Der SC Berlin hat zwar genauso viele Punkte wie Landsberg auf Tabellenplatz zwei, doch angesichts des harten Rückrundenprogramms ist die Vizemeisterschaft ein sehr ehrgeiziges Ziel. Wichtig ist der jetzt sehr komfortable Abstand zu den Abstiegsrängen und dann kann man schauen, was nach oben noch geht...

 
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